WSAP

  Wassersportabteilung der Sportvereinigung Polizei Hamburg

Über uns

CHRONIK Rudergruppe WSA Polizei 1990 - 1993

1990

Die 90er Jahre beginnen auch mit einem 90er Mitgliederstand, und davon sind sechs ein halbes Jahrhundert alt geworden. Nach Jürgen SENGPIEL, Horst STOEHR und Klaus MARTINI waren Uwe SEMMERT und Rüdiger HEERDEGEN dran. Erst Uwe, und einige Wochen später Rüdiger, gaben Riesenfeten im Clubhaus mit der Vorgabe, statt irgendwelcher Geschenke für den neuen C-Doppelvierer zu spenden. Dabei kamen DM 3.500,-- zusammen. Norbert WULF machte es anders - er spendete einen von der Allemannia gekauften Rennvierer.

Im Winterhalbjahr startete unser Läuferteam unter der Regie von Helmut MÖLLER wieder erfolgreich in Harburg, Ratzeburg, Hamburg und Bad Segeberg.

Das Anrudern fand diesmal auf der Alster und ihren Kanälen statt. Bei dem Leistungswettbewerb der Hamburger Wanderruderer landeten wir auf Platz 3 und erhielten dafür DM 200,--. Im Deutschen Ruderverband sind wir Nr. 21.

Anfang Mai kommt der neue C-Doppelvierer. 1 Achter, 5 Vierer, 2 Dreier, 1 Zweier, 2 Rennvierer und 9 Einer sind nun unser Bootsbestand.

Wanderrudern: drei Tage Schnackenburg - Hamburg mit 21 Teilnehmern; Anrudern mit über 20 Ruderern, eine Vatertagstour auf der Dove-Elbe; eine Pfingstfahrt auf der Oberelbe; Im Juni Passau - Wien, im Juli Bodensee; ein Wochenende Eckernförde, eins in Over, eins in Berlin und im Herbst Lübeck, Wakenitz, Ratzeburger - und Küchensee.

Am 1. Juni feiert Bernhard SCHMIDT im Kreise seiner Ruderkameraden sein 40-jähriges Vereinsjubiläum.

Bei der Vereinsregatta zeigt Benedikt WEISER, was er aus der Ruderjugend gemacht hat. Neben vielen guten Einer-Rennen schlugen die Jungen auch noch glatt die Herren in einem Vierer-Rennen. Unser Ruderwart, K.H. BAUMANN, taufte den neuen C-Doppelvierer auf den Namen ,DRESDEN’.

 

1991

Auch 1991 werden wieder mehrere Ruderer 50 Jahre alt. Im Frühjahr feiert Harald WALZ, im Oktober Christian FRÜNDT, und im November wird Gerd STOMBERG 50. 70 Jahre sind für Rudi RABE Grund, im August eine Bootshausfete zu starten.

Im März meldet Wolfgang KELLE Zwillings-Nachwuchs. Beim Anrudern im April bekommen wir für den 2. Platz im Wanderrudern DM 200,--.

Die traditionelle Frühjahrswanderfahrt Schnackenburg - Hamburg wird elbaufwärts verlegt - die Wiedervereinigung macht’s möglich. Anfang Mai fahren wir also mit einem riesigen Aufgebot von Tangermünde über Havelberg nach Geesthacht.

Im Frühjahr wird unser Einerbestand ergänzt. Ein Skiff von der Firma Loewe - wie die ,,IRIS“ - und es soll ,,BUSSARD“ heißen. Nun haben wir zwei neuwertige Vierer und drei neuwertige Einer.

Der Juni und Juli sind die Zeit der großen Wanderfahrten. 7 Mann rudern auf dem Bodensee / Hochrhein und 7 Mann auf dem Neckar - die einen bei Regen und Hochwasser, die anderen bei herrlichem Sommerwetter.

Im Sommer heiratet Iris Völkner und heißt jetzt Menikheim. Vor der Kirche stehen Ruderer mit Riemen und Flagge Spalier.

Rudi RABE wird am 3. August 70 Jahre alt. Er und seine Frau werden mit einem über alle Toppen geflaggten Achter und einem Bootskorso zum Empfang ins Bootshaus gerudert, wo ihm die Ruderer der WSAP in großer Anzahl ihre Glückwünsche überbrachten. Er kann inzwischen auf 55 Ruderjahre zurückblicken und alle wünschen sich und ihm noch viele, viele Jahre in „seiner“ WSAP-Rudergemeinschaft.

Wanderfahrtenausklang: Schweriner See. Die Fahrt ist Neuland und findet riesige Zustimmung.

In der Kartei des Ruderwartes sind jetzt über 100 Mitglieder.

Bei der JHV der Rudergruppe im November wurde der zu erwartenden Beitragserhöhung von DM 340,-- auf DM 400,-- im Jahr zugestimmt. Christian FRÜNDT berichtet über den Zustand unseres Bootsparks und Klaus SCHOPPER gab die Wanderfahrten-Termine für die Rudersaison 1991 bekannt. Ein neuer Skiff soll angeschafft werden - teils durch den Hauptverein finanziert, teils durch Spenden der Ruderer.

Ende des Jahres verstarb Horst FEHRLE. Er hat mit Rudi RABE gleich nach dem 2. Weltkrieg die Rudergruppe wieder aufgebaut. Einige Jahre war er Kassenwart der WSAP. Als Trainer der Ruderjugend war er überaus erfolgreich. Nach Differenzen mit dem Vorstand verließ er die WSAP und wurde Trainer des Hamburger Ruderverbandes. Sein Herz hing aber wohl doch an der Rudergruppe der WSAP, und so kehrte er 1985 als Abteilungsmitglied zurück. Seit seinem 15. Lebensjahr, als er mit dem Rudern im Landsberger Ruderverein Warthe begann, war der Rudersport sein Lebensinhalt.

Im Winter stehen wieder Tischtennis, Hanteln und Laufen auf dem Programm. Am Freitag ist die Jugend zur Gymnastik in der Halle Alsterdorf, aber am Dienstag, wenn die Jungen gehen und die Herren kommen, reicht unser Umkleideraum kaum noch aus.

Ruderer - Jahreshauptversammlung am 19.11. mit fast 50 Teilnehmern. Karl-Heinz BAUMANN übergibt Christian FRÜNDT den Ruderwartsposten. Karl-Heinz ist beruflich zu stark gebunden. In seiner Zeit wurden zwei Vierer und 2 Einer gekauft - er vertrat die Rudergruppe im Vorstand hervorragend.

Klaus SCHOPPER bleibt weiter Wanderwart und Edgar ROSENTHAL wird Bootswart. Es wird über Neuanschaffungen (Dreier oder Bootshänger) diskutiert. Benedikt WEISER berichtet über Aktivitäten seiner fast 30 Jungen. Er kann wegen seines Studiums nicht mehr die Zeit für einen Übungsleiter aufbringen, will aber bei der nächsten JHV als Jugendwart kandidieren. Die Tischtennisspieler werden wieder aktiv.

Zum Schluss noch eine spontane Spendenaktion: Ein Hut macht die Runde mit dem Ergebnis DM 1000 in die Rudererkasse.

Für 1992 erhoffen wir nun vom neuen Ruderwart (Chr. FRÜNDT), dem Wanderfahrtenwart (Kl. SCHOPPER) und dem Bootswart (E. ROSENTHAL) erfolgreiches Wirken, damit es in der Rudergruppe weiter bergauf geht.

 

1992

Mit dem neuen Ruderwart, Christian FRÜNDT, und einem Mitgliederstand von fast 120 Ruderern, beginnt die Saison 1992 recht verheißungsvoll.

Wieder erhielten wir den Wanderruderpreis des AAC. Beim Anrudern nach Tatenberg brachte die Bergedorfer Zeitung ein schönes Bild mit Ruderern der WSAP. Im Mai erwarben wir zwei gebrauchte Einer vom RC Favorite-Hammonia. In diesem Monat fand auch unsere traditionelle erste Wanderfahrt statt. Der Störkanal und der Schweriner See waren diesmal - statt der Oberelbe - unser Ziel.

Die beiden von Favorit gekauften und der im letzten Jahr neu angeschaffte Loewe-Einer wurden Anfang Juni auf die Namen BUSSARD, SPATZ und FALKE getauft. Es war eine gelungene Clubveranstaltung.

Ende Juni startete ein Achter von uns - Durchschnittsalter 50 Jahre - auf der Hamburger Hummel-Regatta. Sieger wurde, mit einer Bootslänge, ein Dänen-Achter. Platz 2 und 3 belegten eine Renngemeinschaft aus Süddeutschland und die RG Allemannia/Hamburg. Unsere ,,Crew“ belegte den stolzen 4. Platz und verwies ein Boot von Favorite klar auf Platz 5. Ein prima Rennen - und Rudi RABE löste sein Versprechen, im Falle eines NICHT - Verlierens der WSAP, eine Runde auszugeben, gerne ein.

Im Juli gingen wieder zwei Gruppen auf große Wanderfahrt, beide eroberten neue Ruderreviere. Acht Mann ruderten auf den Moldau-Stauseen bis nach Prag und dann auf der Elbe über Pirna, Dresden, Meißen, Torgau bis Wittenberg. Die andere Gruppe - ebenfalls acht Mann - ruderten auf Seen und Flüssen in Mecklenburg-Vorpommern. Alle waren, wie immer, restlos begeistert.

Anfang August organisierten Fred HELLER und Horst STOEHR die Berlinfahrt. Wieder mit Damen! Diesmal wurde auch auf Ost-Berliner Gewässern gerudert. Der Ruderwart Christian FRÜNDT brachte von dieser Fahrt vier Paar in Ostberlin bestellte SkulIs mit.

Die Jugendgruppe besteht jetzt aus 30 Mitgliedern. Als Übungsleiterin gelang es uns, Iris VÖLKNER-Menikheim zu gewinnen. Die Jungen sind alle begeistert und 1993 wird sich die Arbeit von Iris bestimmt sichtbar auszahlen.

Norbert WULF rüstete den Rennvierer/ohne zum Doppelvierer um. Kosten für 8 neue Ausleger: DM 1.500,--.

TOM OTS , unser ,,Dr.-Dr.“, bekommt eine Professur in Görlitz und verlässt uns leider. Aber wenn er in Hamburg ist, wird ihn sein erster Weg in den Club führen.

Edgar Rosenthal umruderte mit vier Ruderern Pagensand mit Übernachtung auf der Insel - in Zelten

Die letzte Wanderfahrt mit über 20 Ruderern führte uns zum Teufelsmoor. Bremen-Weser; Lesum-Wümme; Übernachtung in Osterholz-Scharmbeck und zurück nach Bremen.

Bei der JHV der Rudergruppe - einen Tag vor Bußtag -, erklärte Klaus SCHOPPER seinen Rücktritt als Wanderwart. Es findet sich kein Nachfolger. Jetzt können wir nur hoffen, dass andere Ruderer die Initiative ergreifen und wir im nächsten Jahr wieder einen Wanderruderwart haben.

 

1993

Das neue Jahr begann mit einer schönen Veranstaltung. Am Sonntag, den 3. Januar nahmen ca. 30 Personen an einem Brunch teil.

Die JHV der WSAP beschloss den Kauf eines Doppelzweiers.

Karl-Heinz BAUMANN wurde 60 Jahre alt.

Das Wintertraining lief hervorragend. Dienstags, wenn die Jugendlichen mit im Bootshaus trainieren, waren oft 30 und mehr Ruderer beim Tischtennis, an den Hanteln oder beim Laufen.

Am Sonntag, den 4. April fand das Anrudern mit anschließendem Brunch statt - ca. 40 bis 50 Teilnehmer. Am Karfreitag wurde der neue Doppelzweier angeliefert.

Das Anrudern der Hamburger Wanderruderer nach Harburg am 17.04. brachte wieder vier Boote der WSAP aufs Wasser.

Benedikt Weiser fuhr mit seinen Jugendlichen am 23./24. April nach Lüneburg.

Und nun zum Sommer mit seinen Wanderfahrten:

Die erste Fahrt organisierte Klaus SCHOPPER - Brandenburger Seen / Zechlin / Rheinsberg - 24 Ruderer. Im Juni fuhren fünf Ruderer nach Schwerin.

Die dritte Fahrt führte Norbert WULF auf die Lahn von Gießen nach Lahnstein - mit acht Ruderern.

Im Sept. stieg die große 8-Tage-Moselfahrt unter Regie von K.-H. BAUMANN mit 11 Teilnehmern.

Es folgten die Berlinfahrt, eine Pagensand-Umrundung mit Zelten und Grillen auf der Insel und noch einmal Schwerin mit acht Ruderern.

Im Juli erfolgte die Taufe des Zweiers und des von Norbert WULF umgebauten Vierers auf die Namen 'Kranich' und 'Red Wulf'.

Rüdiger HEERDEGEN gebührt besonderer Dank. Er hat für fast alle Ruderer neue Trainingsanzüge beschafft, die nicht nur gut aussehen, sondern auch noch von hervorragender Qualität sind.

Wenn wir Hans HENNEMANN nicht hätten, hätten wir jetzt Probleme mit unseren Einern. Er besorgte uns einen Bootswagen für vier Einer im Werte von etwa 10.000,-- für ein Handgeld von DM 250,--. Ulli BECKERLING transportierte diesen auch noch kostenlos zum Bootshaus. Es gibt - Gott sei Dank immer noch Idealisten in unserer Rudergruppe.


Bei der schon traditionellen Ruderer-Jahreshauptversammlung am Bußtag konnte der Ruderwart, Christian Fründt, nur Positives berichten. Clou des Abends war die Mitteilung, dass ein neuer C-Achter (Wert ca. DM 40.000,--) bestellt wurde. Christians vorgetragene Statistik über die Rudererstruktur, Mitgliederzahl, Durchschnittsalter, Ruderer zwischen 20 und 30 sowie 50 und 60, usw. war recht informativ. Die Wanderfahrten 1994 (Oslofjord, Elbe von Bad Schandau bis Meißen) u.v.a. wurden diskutiert. Die gelungene Veranstaltung mit über 30 Teilnehmern klang mit einem DIA-Vortrag von Norbert DÜSTERHÖFT und Helmut GERHARDT aus.