Die Rückkehr des WSAP Männerachters
18.9.2010 - Der WSAP Männerachter belegt beim Head of the River Leine in Hannover im Rennen der Altersklasse Masters B den zweiten Platz von fünf Booten.
Der letzte Start eines reinen Vereinsachters im Rennboot ist in unserer Chronik im Jahr 1942 dokumentiert. In der damaligen Saison ging es für die Ruderer der WSAP noch um deutsche Meistertitel und man stellte sich amtierenden Europameistern. Fast 70 Jahre später und nach einem inzwischen fast zehnjährigen Neuaufbau im ambitionierten Breitensport gelang uns das, was im Frühjahr aufgrund des vielen Eises scheiterte.
Ein Start im Rennachter bestückt nur mit WSAP Männern.
Auf den kurvigen Gewässern der Ihme und Leine konnten wir uns auf die Erfahrung von Katja verlassen, den Achter auf diesem recht schnell fließenden Fluss ohne Überraschungen souverän zu leiten.
Nach dem Start auf dem schmalen, stärker strömenden und weitestgehend windgeschützen Teil der Strecke lief es für die ersten ca. 2000 Meter sehr gut. Wir holten gut auf die vor uns gestartete Mannschaft des RV Weser Hameln (Zeit: 13m57s) auf, während die anfangs noch gelegentlich zu erspähende Mannschaft aus Bristol (Zeit: 15m11s) irgendwann aus den Augenwinkeln verschwand.
Auf dem offenen Stück der Leine, die uns auf den letzten 500 Metern direkt gegen den Wind führte, konnten wir nicht mehr zulegen und die Rennsituation lediglich kontrollieren. Ohne nennenswerten Endspurt ackerten wir uns mit einer Zeit von 13m35s ins Ziel und waren glücklich, die unmittelbaren Gegner vor und hinter uns geschlagen zu haben.
Unklarheit bestand lediglich gegenüber der zuerst gestarteten Mannschaft aus Braunschweig (Teamname: 'Das Imperium schlägt zurück').
Nach langer Wartezeit und nachdem die Hälfte des Teams bereits die Heimreise angetreten hatte, wurde die inzwischen angestaute Zuversicht, gleich im ersten Rennen den ersten Sieg einzufahren, relativiert.
Es wurde ein Achtungserfolg, aber eben 'nur' Platz 2 für das Team 'Police Academy Vol. 8'.
Die imperialen Sturmtruppen waren über die ca. 4 km unwesentliche 13 Sekunden schneller....
Jetzt gehen wir mit großer Zuversicht voran, denn das Potenzial haben wir bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Es wird weiter trainiert und wenn wir im kommenden Jahr frühzeitig ins Regattageschehen eingreifen, dann gibt's beim 16. Head of the River Leine neben der Urkunde vielleicht auch einen Pokal und Medaillen.
Mannschaft: Lars, Markus, Henning, Michael, Andreas, Hannes, Christian, Fabian und Katja.
Fabian






