EURO-Masters-Regatta in München vom 30. Juli bis 1. August 2010
Nach den spontanen Erfolgen beim Masters-Championat in Werder vor ein paar Wochen, fiel die Entscheidung, in München zu starten leicht.
Assi war gleich bereit den Frauenvierer aus Ute, Judith (RVW) und mir zu komplettieren und mit der Rakete die Olympia-Regattastrecke München in Oberschleißheim zu entdecken.
Am Donnerstagmorgen ging es mit dem Hanseat-Hänger auf in den Süden. Ute und ich hielten unseren souveränen Fahrer Matthias bei bester Laune, so dass die 9 Stunden wie im Flug vergingen.
Am Ziel angekommen, musste ich auch gleich mit den Männern im Riemenvierer auf´s Wasser zum Trainieren. Die Strecke ist grandios. Ausreichende Steganlagen, gute Bahnmarkierungen, große Fische in klarem Wasser.
Freitag:
Zum warm werden steuerte ich liegend den Riemenvierer einer Renngemeinschaft mit einem Ruderer der Fari. Leider kamen wir als letztes Boot ins Ziel.
Wenigstens kannte ich jetzt schon die Strecke und die Bedingungen am Start, was mir etwas mehr Sicherheit für das bevorstehende Rennen im Frauendoppelvierer B geben sollte.
Gegen 13:30 Uhr ging ich mit Judith, Ute und Assi auf´s Wasser. Die Zehner beim Einfahren liefen ganz gut. Um 14:28 Uhr Start und 3:33,28 Min. später waren wir als drittes Boot im Ziel. Das Rennen lief gut. Wir sind mit der insgesamt drittschnellsten Zeit von 15 Booten sehr zufrieden. Wenn man bedenkt, dass die Mannschaft zuvor 2x gemeinsam in Hamburg trainiert hat; durchaus ausbaufähig! Jana's Hansa 4x- gewann zwar das Rennen zuvor, doch fuhren sie 2 Sekunden langsamer. Die Zeit steht auch wenn Jana später beteuerte, dass man halt früh das Feld kontrollierte und locker durchgerudert ist. Wir freuten uns trotzdem ein wenig, auch ohne Medaille :)
Um 15:06 Uhr startete mein Lieblingsmännerdoppelzweier. Die noch junge, aber für die Zukunft viel versprechende Renngemeinschaft mit Martin (RV ARGO Aurich) und Matthias (ARV Hanseat) erkämpfte sich den 2.Platz hinter unserem Ex-WSAP-Mitglied Olaf Strauß. Ich hatte den beiden den Sieg gewünscht, aber mit der sechstschnellsten Zeit (3:22,14 Min.) von 53 Booten insgesamt, können sie mit gutem Gefühl die nächste Saison in Angriff nehmen.
Im Frauen Einer A holte sich Katrin (ARV Hanseat) mit gefühlten 5 Längen Vorsprung nach 4:08,71 Min. die verdiente Medaille vom Siegersteg ab. Ihre Teamkollegin Daniela hatte leider einen schnellen Lauf erwischt. Mit 4:13,86 Min. erreichte sie nach der Österreicherin und der Italienerin das Ziel. Ich bin immer noch sehr beeindruckt. Hut ab vor diesen Frauen, die allein die 1000 Meter fahren.
Jana gewann an diesem Tag mit Frauen der RG Hansa und in einer Renngemeinschaft im 8+ A, 4x- B und 4- A ihre ersten drei Medaillen.
Samstag:
An diesem Tag sollten Assi und ich bis 17 Uhr nur für unsere Ruderkameraden da sein.
Anfeuern, Skulls tragen, viel Erfolg wünschen und Fotos am Siegersteg machen.
Katrin, Daniela, Tine (ARV Hanseat) und meine liebe Ute (RVW) fahren im Frauen Doppelvierer A einen 2. Platz ein.
Martin und Matthias verpassen im MM 2x A leider wieder ganz knapp den Sieg.
Mein Lieblingsfrauendoppelzweier, bestehend aus Judith und Ute vom RVW, startet um 13:14 Uhr um nach 4:00,20 Min. als zweites Boot im Ziel zu sein. Mit dieser Leistung haben die beiden nochmals gezeigt, dass sie das gelbe Boot verdient haben und nicht zurück ins Holzboot müssen, wenn man mich fragt. Mädels, Ihr seit super!
Martin und Matthias starten im MM 1x A Rennen um jeweils wieder zweite zu werden. Ab jetzt wird alles auf die Mix-Rennen am Sonntag gesetzt, was mich etwas unter Druck setzt. Assi ist mittlerweile heiser vom Anfeuern, da wir uns überall auf der Strecke verteilt hatten, um unsere Leute lautstark zu unterstützen.
Zu guter letzt an diesem Tag hole ich mir meine "Erinnerungs"-Medaille als liegende Steuerfrau im Riemenvierer Altersklasse I (MDA 75 Jahre). Der älteste in der Mannschaft ist Wolfgang Metzger (1932). Wir gewinnen mit einer Zeit von 4:10,70 Min. Ich bedanke mich herzlich bei den "Alten Herren" und hoffe, dass auch für mich das Mastersrudern nie aufhört und freue mich drauf.
Jana gewinnt an diesem Tag wieder alle ihre Rennen und über ihrem Bett in unserem Hotelzimmer hängen jetzt 5 Medaillen. Bei mir eine, ich hole auf!
Sonntag:
Der Schlafentzug der letzten Tage macht sich deutlich bemerkbar. Mein Lieblingszweierpartner Martin muss mich mit dicken Augen und Appetitlosigkeit um 7 Uhr morgens beim Frühstück ertragen. Da wir leider am Samstagabend nicht mehr trainieren konnten, wollten wir etwas früher vor dem Rennen auf´s Wasser.
Schön, wenn Zweierpartner gleich denken und man am Ende zwei Bugnummern hat… Nach dem Einfahren blieb noch genug Zeit für die üblichen Fragen vor dem Start: Sonnenbrille ja/nein?, Kappe ja/nein?…
Startzeit: 08:55 Uhr, Attention…Go ! Wir fahren einen sehr sauberen Start. Nach ca. 20 Schlägen gehen wir über in den Streckenschlag. Die ersten beiden Boote sind nicht mehr zu kriegen, aber den 3. Platz können wir halten und wenn ich das mit dem Atmen irgendwann mal besser hinkriege, hätte ich zum Ende hin auch noch etwas mehr geben können. Hier kann man unseren Zieleinlauf, deutlich vor den letzten beiden Booten sehen: Zeit: 3:46,72 Min. Tine und Matthias werden im nächsten Lauf auch dritte und sind mit 3:46,04 Min. nur ein ganz kleines bisschen schneller als Martin und ich.
Um 10:52 Uhr startet Assi in einer großen Renngemeinschaft mit Schweizern, Kielern und Berlinern im Mix-Achter C, worauf sie sich eigentlich schon den ganzen Tag freute.
Nach ihrem Bericht vom Rennen lief es schon beim Einfahren, aufgrund von sehr unterschiedlichen Ruderstilen, nicht rund im Boot. Der 80 kg Steuermann gab dem Ganzen wohl den Rest. Nach 3:20,97 Min. hatte sie es überstanden, wenn auch leider als letztes Boot. Immerhin fiel dem Steuermann ihre moderne Schlagtechnik auf und lobte diese anschließend. Schade, aber auch solche Erfahrungen muss man wohl mal machen.
Wie sollte es anders sein holte sich Jana im Mix-Achter B mit den starken van Daelen-Zwillingen, Kay-Uwe vom Club und Felicity am Steuer ihre letzte Medaille an diesem Wochenende vom Siegersteg ab.
Die letzte Madaillenchance lag jetzt beim Mix-Doppelvierer mit Tine, Daniela, Matthias und Martin. Leider sollte es trotz guter Zwischensprints wieder der 2. Platz sein. Kann man nichts machen.
Es hat sich aber trotzdem alles gelohnt.
Nebenbei:
Am Material liegt es definitiv nicht, wir müssen nur noch mehr trainieren ;)
Die Frauen von den Masters International haben in unserer Rakete ihr Rennen gewonnen und Daniel Makowski von der Fari ist mit seiner Mannschaft und den Skulls von Ute und Judith bei den parallel laufenden Großboot-Meisterschaften Deutscher Meister geworden.
Zum Schluss:
Das war ein sehr schönes und auch erfolgreiches Wochenende.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Assi, den Leuten vom ARV Hanseat, Ute und Judith vom RVW, Martin vom RV ARGO Aurich, Jürgen von der Fari, Felicity von der RG Hansa und Jana, die gesagt hat, dass ich doch mit nach München kommen soll. Die WSAP hat viel von Euch und Eurer Erfahrung gelernt und will in der nächsten Saison gerne wieder mit Euch trainieren und zu Regatten fahren. Hoffentlich mit noch mehr WSAP Mitgliedern.
Danke!!!
Katja











