DRV Masters-Championat Werder/ Havel 26./27.06.2010
Als Fan angereist, - mit Medaille zurückgekommen.
Freitagabend bin ich mit Judith und Ute vom RV Wandsbek nach Berlin gefahren, um meine Eltern zu besuchen und die Mädels auf der Regatta in Werder zu unterstützen. Ein nettes Wochenende: Eltern, Freunde und Regatta in einem Abwasch. Als gegen 22 Uhr Katrin von Hanseat anrief und fragte, ob ich für ihre kranke Zweierpartnerin im Frauenvierer mit den Wandsbekerinnen und im Mix-Vierer mit Matthias (Hanseat) und Martin (RV ARGO Aurich) einspringen kann, war ich froh, dass ich zur Sicherheit doch Rudersachen eingepackt hatte. Meine 6 Runden beim Staffelrudern am WE davor konnte man als Vorbelastung verbuchen und Vierer fahren mit Judith und Ute ist diese Saison eh viel zu kurz gekommen.
Ich sagte zu und freute mich auf die beiden anspruchsvollen Rennen, auf die ich mich natürlich gerne länger als 15 Stunden vorbereitet hätte.
Am Samstag ging es dann mit dem Regionalzug von Berlin nach Werder.
Gute Stimmung am Hanseat-Hänger. Vor lauter Aufregung sind wir Frauen schon eine Stunde vor dem Start auf´s Wasser gegangen. Der Vierer lief überraschend gut. Mit Katrin auf Schlag, dem "Doppelzweier Judith und Ute" im Mittelschiff und mir im Bug, hatten wir eine gute Mannschaftsverteilung vorgenommen.
Im Rennen hatten wir bei einigen Wellen Probleme, sind dann aber ab 500 Metern durch den Druckzehner wieder schön zusammengekommen, trotz Endspurt hat es jedoch nicht mehr gereicht. Mit 3:15,97 min. waren wir aber nur 2,37 sec. langsamer als das Siegerboot. Es hat vor allem sehr viel Spaß und Lust auf mehr Frauenvierer fahren gemacht.
Das Mix-Rennen war nur ca. 2 Std. später. Beim Einfahren spürte ich schon, dass meine Arme noch etwas schlapp waren. Mit den beiden starken Männern im Mittelschiff gestaltete sich das ganze Rennen etwas knackiger. Da wir von Anfang an vorne lagen, konnten wir das Feld ganz gut kontrollieren. Als das Boot neben uns aber immer weiter ran kam, wurde es noch mal sehr anstrengend. Ich war lange nicht mehr so froh, im Ziel angekommen zu sein. Als Bugfrau nach 1000 Metern am Siegersteg anzulegen ist auch nicht einfach, wenn man noch gar nicht wieder denken kann. Gut, wenn in solchen Momenten Nr. 2 übernimmt.
An besagtem Siegersteg gab es für jeden eine schöne Medaille und Feinkost aus der Region. Unsere Zeit: 3:03,28 min.
Am Sonntag war ich "nur" noch zur seelischen Unterstützung, zum Anfeuern, Skulls und Schuhe hinterher tragen und schwimmen gehen da.
Der Sieg im Doppelzweier von Judith und Ute und der 2. und 3. Platz von Matthias und Martin (hinter Olaf Klein, dem Ruderer mit den längsten Beinen der Welt) im Einer waren, schon vor dem Fußballspiel, ein runder Abschluss des Tages.
Nächstes Jahr unbedingt wieder, aber hoffentlich mit mehr WSAP Unterstützung.
Katja




