Fähre zog der WSAP einen Strich durch die Rechnung
Zum Rennen gibt's nicht viel zu erzählen, ausser das an diesem Tag nicht viel (mehr) möglich war. Da nach den Erfahrungen aus dem letzten Jahr mein Plan war 40-45 Minuten vor Rennstart (16:10 Uhr) auf's Wasser zu gehen, machten wir uns zeitig um 12:30 Uhr von Hamburg auf den Weg. Die Entscheidung die Elbe mit der Fähre bei Glückstadt zu überqueren entpuppte sich dann als absolute Katastrophe. Trotz drei parallel im Einsatz befindenden Fährschiffen kostete uns die Überquerung satte 1,5 Stunden - in etwa die Zeit die wir für den kompletten Hinweg eingeplant hatten - und wir fuhren erst um 15:30 Uhr auf den Sattelplatz in Otterndorf noch ohne zu wissen, wo sich der Hänger mit unserem Boot befindet. Wir hätten keine 5 Minuten später in Otterndorf eintreffen dürfen. Meldegeld zahlen, Startnummer besorgen, Boot abladen, auspacken, aufriggern und ab auf den Weg zum wuseligen Steg. Wie wir es trotzdem tatsächlich schafften um 15:53 Uhr auf dem Wasser zu sein, ist mir weiterhin ein kleines Rätsel.
Nun muss man sich in Otterndorf ja praktisch am Ufer die 1000 Meter entlang der Strecke 'hangeln'. Somit zählt das Ranfahren an den Start auch nicht wirklich als Einfahren. Am Start angekommen reichte es gerade mal für zwei Starts mit fünf Schlägen zum 'Einstimmen' und dann ging es auch schon los. Da ein Mixed-Doppelzweier nicht am Start erschien, wurde das Rennen mit allen drei verbleibenden Booten gestartet - statt zwei Rennen à zwei Boote.
Hätten wir das Rennen gewonnen, würde ich hier jetzt schreiben, dass es daran lag, dass wir gar keine Zeit hatten lange über das Rennen nachzudenken, sich keine Nervosität aufbauen konnte oder wir übermotiviert ins Rennen gegangen sind. Nun ja, wir haben aber leider recht deutlich verloren und hatteen in der Mittelbahn schon früh die Wellen der anderen Boote beidseitig am Bug, so dass alles noch unruhiger und es nicht einfacher wurde die Bahn zu halten. Im Ziel waren wir uns beide einig, dass es kaum einen Schlag gab, an den wir uns angemessen konzentrieren konnten. Was bleibt ist das Vorhaben es bald besser zu machen.
Fabian Rennack





