WSAP

  Wassersportabteilung der Sportvereinigung Polizei Hamburg

Regatten

Wieder kein Glück beim 'Blauen Band'

Bei dem 'Kurzsprint' des RC Protesia tun wir uns schon fast traditionell schwer. Wir nehmen uns diese Regatta immer wieder zum Anlass um unsere Anfänger erste Regattaerfahrungen sammeln zu lassen (eigentlich immer im Gig-4x+). Damit die Anfänger nicht so allein dastehen schicken wir dann üblicherweise ein zweites Boot mit in die Rennen.

 

Dieses Jahr hatten sich die 'erfahrenen Ruderer' überlegt mal im Gig-Riemen-Vierer an den Start zu gehen, da wir mit der 'Isebek' eigentlich ein sehr schönes, leichtes und schnelles Boot im Bootspark haben, dass über die Jahre viel zu wenig 'zu Ehren' gekommen ist. Das liegt vielleicht daran, dass es aufgrund des schnellen Schnitts garnicht so leicht zu rudern ist.

 

Auf jeden Fall hatten sich Fabian Rennack, Lars Schlichting, Michael Gustke und der kurzfristig eingesprungene Christian Kerkhoff einiges vorgenommen. So wurde im Vorfeld einige Male auf der Stecke trainiert und diverse Renntaktiken und Starts probiert, bis wir der Meinung waren, das Optimum in der kurzen Vorbereitungsphase erreicht zu haben. Unzufrieden waren wir dann mit dem Rennverlauf eigentlich auch nicht, denn der Start hatte gepasst und die angestrebte hohe Frequenz haben wir auch erreicht. Ein Manko war sicherlich, dass wir mit Christian Fründt zwar keinen schweren aber ein gegenüber der RG Lauenburg ca. 25 kg schwereren Steuermann mit an Bord hatten, denn gleich am Start wo sich das Gewicht des Steuermanns besonders auswirkt, verloren wir bereits eine 3/4-Länge. Diesen Vorsprung bauten die Lauenburger dann über die 350 Meter auf etwas mehr als eine Länge aus und gingen 2,5 Sekunden vor unserem Boot durchs Ziel. Mit unserer Zeit von 1:05.67 blieben wir ca. 2 Sekunden unter den Zeiten vom Training (wo wir mit einer leichteren Steuerfrau unterwegs waren!). Daher bleibt als Analyse nur, dass die RG Lauenburg heute einfacher schneller war als wir.

 

Eine schwierigere Aufgabe hatten unsere Anfänger zu bewältigen, denn es hatte kein weiterer Anfänger Gig-4x+ gemeldet und so wurde dieses Rennen zusammen mit dem Junioren-Gig-4x+ gelegt. Hier hatten ursprünglich auch einige Junioren aus der Leistungssportgruppe des ARV Hanseat gemeldet. Glücklicherweise konnte Hanseat kurzfristig die Mannschaft umbesetzen, damit ein halbwegs ausgeglichenes Rennen zustande kommen konnte. Die gegnerische Mannschaft bestand nun aus Mitgliedern der Breitensportsparte und einigen Ex-Leistungsjunioren. Unser Boot in der Besetung Henning Delius, Christian Wahls, Marco Kleine und Falk Vetter gilt gebührenden Respekt sich diesem Rennen zu stellen, denn Marco und Falk lernten erst in diesem Sommer das Rudern und Christian war einer der ersten WSAP-Anfänger dieser Saison. Dagegen wirkte Henning, für den dies auch die erste Regatta war, schon fast wie ein alter Hase.

 

Somit hieß das ausgewiesene Ziel möglichst am gegnerischen Boot dranzubleiben. Dies gelang auch in der ersten Streckenhälfte, wo wir immer noch mit unserer Bugspitze in der Nähe des Hanseaten-Hecks waren. In Hälfte Zwei zeigte sich allerdings das unsere Anfänger ihren Vortrieb in erster Linie über die Kraft und durch Gewalt entwicklen, denn je länger die Stecke und je müder Arme & Beine, desto größer wurde der Abstand zum führenden Boot. Im Ziel lagen wir dann ca. 8 Sekunden hinter dem Sieger. Die Zeit von 1:15.54 entsprach in etwa der Trainingsleistung. 

 

Alles in allen war es ein, dank des Wetters, schönes aber leider siegloses Ereignis. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und danken dem RC Protesia für die Organisation.

 

Fabian Rennack