Hummelregatta 2005
Durchwachsene Resultate der WSAP-Boote - Olaf Strauß siegt im Doppel-Vierer.
Ein nicht ganz glückliches Wochenende erlebten wir bei den beiden Starts auf der diesjährigen Hummelregatta.
Nachdem einige Wochen zuvor deutlich wurde, dass uns für die Rgm mit ARV Hanseat im Mixed Rennachter leider keine Frauen unseres befreundeten Clubs zur Verfügung standen, begann das Training bereits mit zwei Ruderinnen der WSAP, die noch nicht einmal eine komplette Saison gerudert haben. Als sich dann noch Assi pünktlich zum Regatta-Tag mit der fiebrigen Erkältung angesteckt hatte, die Fabian seit 10 Tagen herumschleppte, war der Start an diesem Morgen mehr als fraglich. Mit Madlen Labahn konnten wir aber immerhin einen weiteren Ruder-Neuling unseres Clubs finden, die im Winter ein paar Mal im Rennachter gesessen hatte. Als das Losglück uns dann noch bei böigem Wetter auf die windanfällige Aussenbahn setzte, war unser erstes Vorhaben am Achterfeld dranzubleiben und nach hinten raus unser Glück zu versuchen. Es gelang uns auch über das gesamte Rennen an dem Boot der Strasburger Rgm. dranzubleiben, bis sich plötzlich eine Welle an allen vier Backbord-Auslegern ins Boot entleerte, war der knappe Rückstand bis zum Ziel nicht mehr aufzuholen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Holger und Andreas vom ARV Hanseat, die sich kurzfristig zum Start bereiterklärt hatten, ohne zuvor mit uns gerudert zu haben und natürlich auch bei Madlen, die sich unvorbereitet und tapfer der Herausforderung gestellt hat.
Etwas besser lief es für das zuvor gestartete WSAP-Boot im Gig-Riemen-Vierer. Auch hier war es erst am Mittwoch vor der Regatta zum ersten Training gekommen, wobei uns die taktischen Tipps von Olaf Strauß zum Start sehr zu Gute kommen sollten. Tatsächlich sahen wir uns nach den ersten zwanzig Schlägen etwa eine drei-viertel Länge vor dem gesamten Feld. Während das Boot der RG Hansa sich dann an die Spitze setzte, konnten wir uns (auch durch das exzellente taktische Steuern von Katja) bis kurz vor dem Ziel als erster der Verfolgergruppe behaupten. Aufgrund mangelnder Kondition und Trainingseinheiten reichte die Kraft leider nicht für einen richtigen Endspurt, so dass es beim Zieleinlauf lange unklar war, ob wir den zweiten Platz verteidigen konnten. Die Zielfoto-Auswertung ergab, dass das dänische Boot einen glücklicheren Schlagrhythmus hatte und kam so einige Zehntel vor uns ins Ziel.
Als einziges Vereinsmitglied konnte mal wieder Olaf Strauß brillieren. Mit seiner alt-eingefahrenen Rgm. RaW und Berliner RC konnte er in einem gut besetzten Feld allen davonfahren, so dass zum Ende gar kein Endspurt notwendig war. "Das lief einfach!" war die anschließende Analyse.
Fabian Rennack

