Rückblick auf die Saison 2006
Durch das Krafttraining und Konditionstraining im Winter gestählert, starteten wir frohen Mutes in die Rudersaison 2006.
Die beiden brandneuen Einer sowie ein Zweier von Alex Craven kamen bei milderen Temperaturen endlich vermehrt zum Einsatz. Erfreulicherweise stellte unsere ehemalige Olympionikin Iris Völkner ihren Skiff ebenfalls für Trainingszwecke zur Verfügung, sodass wir am Saisonanfang unerwartet auf 3 zusätzliche Skiffs zurückgreifen konnten.
Unsere (G)Oldies planten bereits eifrig die ersten Wanderfahrten, während wir uns wieder intensiv um unsere neuen Anfängerkurse kümmerten. Zahlreich mit über 20 Teilnehmern waren bereits Ende Februar die beiden Ruderkurse für April und Juni ausgebucht.
Für Andrea Oberembt, die im April aus beruflichen Gründen nach England ging, bin ich kurzerhand als „Ausbilderin“ eingesprungen. Mit weiterer Hilfe von Ariane Raabe (Jugendwartin) und ihrem Mann Werner konnten wir den Ansturm in diesem Jahr jedoch gut meistern.
Von den insgesamt 16 Neuzugängen haben sich bereits einige als Talente heraus kristallisiert.
Für uns Ausbilder/Übungsleiter war natürlich der Nachteil, dass wir uns diese Saison kaum um anstehende Regatten für die Fortgeschrittenen kümmern konnten, da die Ausbildungen sehr viel Zeit in Anspruch nahmen. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere sich im kommenden Jahr bereit erklären würde, solche organisatorischen Aufgaben wie z.B. Ausschreibungen für Regatten, Planungen, in die Hand zu nehmen. Wer Interesse hat, melde sich bitte bei mir oder Fabian. Es ist schon schade, dass wir diese Saison so gar nicht an den Start gegangen sind.
Bereits im vergangenen Jahr wurde unser vielgeliebtes Boot „Pagensand“ bei einem unglücklichen Zwischenfall auf der Elbe während einer Wanderfahrt arg in Mitleidenschaft gezogen. Nach reiflichen Überlegungen und dem Engagement einiger weniger Mitglieder entschlossen wir uns Anfang diesen Jahres, kein neues/gebrauchtes Boot anzuschaffen, sondern das gute Stück selbst mit vereinten Kräften wieder flott zu machen. Das Ergebnis kann sich jeder vor Ort anschauen. Ich bin froh und stolz, dass wir so viele fleißige Helferlein im Verein haben. Mein besonderer Dank an dieser Stelle gilt natürlich auch allen Spendern sowie Werner Preisler und last but not least, Norbert Wulf.
Kurzfristig Anfang August überraschte uns Ariane mit der unschönen Nachricht, dass Sie nach Ende der Sommerferien aus beruflichen Gründen (Lehrer) nach Berlin zurückkehren wird.
Ein bitterer Verlust, vor allen Dingen für Ihren Schützling Theo Freigang, der momentan tapfer nach Trainingsplan weiter trainiert und Ende Oktober selbst einen Übungsleiterschein absolvieren wird. Durch die Abwesenheit vieler Mitglieder in den Sommerferien hatten wir dann auch kaum eine Chance, sie gebührend zu verabschieden. Ariane hat gemeinsam mit Wiebke Grauert in den letzten Jahren die Kinder/Jugendgruppe wieder zum Leben erweckt und uns bei Konzepterstellungen bezüglich der Vereinsstruktur sowie bei vielen anderen Projekten mit Ihrem Fachwissen unterstützt.
Wiebke bleibt uns zum Glück erhalten, die das Kindertraining gemeinsam mit Theo weiterleiten wird.
Die vielen Anfragen in den vergangenen Monaten haben uns dazu veranlasst, endlich auch im Erwachsenenbereich einen Trainer/Übungsleiter zu suchen. Die Notwendigkeit wird immer deutlicher, z.B. für Vorbereitungen auf Regatten und dem wieder anlaufenden Rennachter-Training. Ohne professionelle Hilfe können wir langfristig keinen Leistungssport anbieten. Die Finanzierungsfrage wird in den kommenden Wochen geklärt und spätestens auf der Ruderversammlung am 21. November erörtert.
Das Sommerfest Ende August, welches auf Initiative einiger neuen Mitglieder (genannt "Mäuse") und mir diesmal in Eigenregie gestaltet wurde verlief mit ca. 70 Teilnehmern sehr erfolgreich. Mit dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie mit einer toll organisierten Tombola bekamen wir runde 800 Euro in die Ruderkasse.
Es hat mich vor allen Dingen sehr gefreut, wie viele Speisen und Preise für die Tombola mitgebracht wurden. Beim Loseverkauf ging es zu wie auf dem Dom. Wie verrückt wurden in Massen Lose gekauft, in der Hoffnung den großen Gewinn zu machen. Einige schimpften gewaltig über die vielen Nieten, andere zogen einen Gewinn nach dem anderen. Auf jeden Fall ein herrlicher Spaß, den wir im nächsten Jahr vielleicht OHNE NIETEN wieder durchführen sollten!
Ein großer Dank an Kai Wegener, der uns für diesen guten Zweck seine Terrasse samt Grill zur Verfügung gestellt hat.
Spät entschlossen machten sich Anfang Oktober 10 der jüngeren Mitglieder auf den Weg nach Lübeck/Ratzeburg, um dort die Wakenitz und den Ratzeburger See zu befahren. Aus Letzterem wurde wegen stürmischen Böen leider nichts, was jedoch der guten Laune keinen Abbruch tat. Wie ich hörte, hatten alle viel Spaß und sind bezüglich Wanderfahrten auf den Geschmack gekommen. Das wird unsere (G)Oldies freuen!
Momentan bereiten wir uns auf die Hamburger Langstreckenregatta am 5. November (FARI-CUP) vor, bei der wir vermutlich mit 3 Booten an den Start gehen werden. Wollen wir hoffen, dass wir gute Plätze erreichen!
Informationen zum bevorstehenden Wintertraining werden auf der kommenden Ruderversammlung bekannt gegeben beziehungsweise schlage ich ans schwarze Brett im Club.
Wassersportliche Grüße
Astrid Botsch


